Freitag, 30. Mai 2008
moleunddamm
deine tigeraugen bieten mir heimat
die zeit dein rücken ein schild für meinen
weißen hunger.
in deinem haar sollen die
tauben nisten und unter deinen armen
will ich perlen züchten jenseits aller schalen
und winde
in deinem hafen duftet es nach regen
und erde
Mittwoch, 21. Mai 2008
statement
der verstand entmenschlicht und auch die kunst siehe künstlich ist nur eine weitere entmenschlichung der natur. es ist zeit die ziele klar zu definieren und die voraussetzungen auszuloten. es bleibt schlicht müßig zu versuchen mit dem verstand zu erfassen was die natur was der instinkt uns diktiert. und zwecklos das vegetative durch mehr oder weniger artikulierte kehllaute schrift sprache kunst deutlich machen zu wollen. noch ist keine sprache gefunden. es bleibt ein herumstochern im nebel. die zeit des individualismus ist längst nicht angebrochen. wir leben in einer götterdämmerung in der wir das selbstbestimmsein ahnen können ohne eine vorstellung davon zu haben. die gemeinschaft der menschen ist zu groß so dass mehr als eine koexistenz kaum noch möglich ist. die individualität ist ein luxus den wir uns nicht leisten können. wir sind nur ein schatten der möglichkeiten.
Montag, 10. März 2008
Samstag, 1. März 2008
161 zentimeter und kein bißchen weise
Mittwoch, 13. Februar 2008
zweihoch
es ist so leicht dich zu lieben
auf dem seil
um den mit federn und spiegeldecken geschmückten zirkuspferden zu entkommen erfinde ich namen. jeweils zehn. beginnend mit dem gleichen buchstaben. manchmal sind es auch tiere.
dann falle ich zurück in meine einsamkeit meinen raum der stille wo helle stimmen ewig flüstern und die zeit zu einem endlosen beben wird. und fülle auch dir den becher. denn du bist mein messer mein trost meine herrlichkeit
Samstag, 9. Februar 2008
iso1600 (eine notiz)
Montag, 4. Februar 2008
im halbschlaf oder der wunsch den dingen namen zu geben
Mittwoch, 16. Januar 2008
fundevogel
abgekommenen solis das
wagnis in der dunkelheit
das wagnis eines
in der nacht zur hälfte geöffneten
fensters heimlich
belauscht von den
leviten des
hungerengels
neben dem stillen wohlwollen
deiner hände ein
zukunftsspiel oder
die lage eines im acker
verborgenen schatzes

